Der japanische Elektronikkonzern Sharp hat in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres einen Verlust von 39,82 Milliarden Yen (374,83 Millionen Euro) eingefahren. Das Unternehmen korrigierte zudem die Jahresprognose nach unten.
Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch einen Gewinn in Höhe von 14,3 Milliarden Yen (134,5 Millionen Euro) erwirtschaften können, geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbilanz hervor. Die Umsätze verringerten sich demnach um 12,6 Prozent von 1,503 Billionen Yen (14,1 Milliarden Euro) auf 1,31 Billionen Yen (12,3 Milliarden Euro), aufgrund sinkender Preise für Produkte und Geräte wie LCD-TVs und Solarzellen.
Der operative Gewinn sank von 43,48 Milliarden Yen (409,5 Millionen Euro) im Vergleichszeitraum auf 33,59 Milliarden Yen (316,29 Millionen Euro). Als Hauptgrund für den Verlust gibt das Unternehmen die weiterhin schwierige wirtschaftliche Lage nach dem schweren Erdbeben im März an. Neben einem sehr hohen Yen und fallenden Börsenpreisen, hätte die Weltwirtschaftskrise zu dem einen negativen Effekt auf das Geschäft des Elektronikkonzerns.
Die Umsätze bei LCD-Fernsehern gingen ebenfalls im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23,4 Prozent auf 253,4 Milliarden Yen (2,38 Milliarden Euro) zurück. Insgesamt senkte das Unternehmen die Gesamtjahresprognose für den operativen Gewinn von zuvor 97 Millarden Yen (913 Millionen Euro) auf 85 Milliarden Yen (800,1 Millionen Euro). Das Unternehmen erwartet, dass der schrumpfende heimische Fernsehmarkt das Wachstum im Bereich Smartphones und Tablet-PCs aufhebt. [js]
Bildquelle:
- Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com