
Hamburg – Noch wird die Kooperation von Deutscher Fußball Liga (DFL) und Leo Kirch vom Bundeskartellamt untersucht, da braut sich neuer Ärger für die DFL zusammen. Der Plan neue Anstoßzeiten einzuführen sorgt bei den Fans für Unmut.
Vor allem Anhänger der Zweitliga-Vereine laufen Sturm gegen diese Idee. Das berichtet das Nachrichtenportal „Spiegel Online“. Demnach haben sich 150 Fanclubs von 28 Vereinen der 1. und 2. Bundesliga in eine Unterschriftenliste eingetragen, die unter dem Motto „Kein Kick vor Zwei“ gegen die von der DFL beschlossene Neuregelung der Anstoßzeiten zur Spielzeit 2009/10 richtet.
Initiator Sebastian Elbe freut sich laut „Spiegel Online“ jeden Morgen über „30 bis 40 weitere Fanclubs, die sich solidarisch zeigen. Wenn erst einmal 1 000 Fanclubs unterschrieben haben, kommt auch die DFL nicht mehr umhin, uns ernst zu nehmen.“ Dass sie das bisher nicht tut, hat für Elbe einen einfachen Grund: „Wahrscheinlich sind die Erstligavertreter bei der DFL einfach durchsetzungsstärker.“
Auch ein ursprünglich von Anhängern des FC St. Pauli initiierter Offener Brief wurde bislang von fast 10 000 Fans unterzeichnet. Geplant sind nun bundesweite Aktionen in den Stadien. Die DFL äußerte indes mehrmals, an den neuen Anstoßzeiten festhalten zu wollen.
Die Partien der 2. Bundesliga sollen künftig in der Regel sonntags um 12.30 Uhr angepfiffen werden, eine Partie beginnt dann samstags um 13.30 Uhr, achtmal pro Saison ist ein Freitagabendspiel um 20.30 Uhr eingeplant. Deutlich weniger gravierend sind die Umstellungen in der 1. Bundesliga, wo es in der Regel beim gewohnten Samstagstermin um 15.30 Uhr bleibt. Achtmal pro Saison soll eine Partie am Samstag Abend um halb neun stattfinden, zwei Sonntagspartien beginnen um 14.45 Uhr, eine weitere um 17 Uhr. [fkr]
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