Die politischen Veränderungen in Nordafrika wirken sich auch auf die Medienlandschaft der Staaten aus. Tunesien hat nach dem Sturz des autoritären Regimes nun eine eine Kooperation mit der Deutschen Welle vereinbart.
Wie der deutsche Auslandsrundfunk am Dienstag mitteilte, hat die Deutsche Welle mit dem größten privaten Anbieter des Landes Hannibal TV sowie dem staatlichen Senderverbund Télévision Tunisienne Kooperation beschlossen.
Hannibal TV werde ab sofort die arabischsprachige Ausgabe der Nachrichtensendung „Journal“, die Talk-Sendung „Quadriga“ und Dokumentationen der Reihe „Im Focus“ von DW-TV übernehmen. Vor dem Ende des Regimes durfte der Sender unter dem damaligen Staatspräsidenten Ben Ali nur Unterhaltungssendungen ausstrahlen.
Auch Télévision Tunisienne wird ab Anfang Mai die arabischsprachigen Angebote „Quadriga“ und „Im Focus“ ausstrahlen. Des Weiteren stehen bei diesem Sender mehrere DW-Magazine auf dem Programm, darunter das Wissenschaftsformat „Projekt Zukunft“ und das Magazin „Euromaxx“.
Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung wird die Deutsche-Welle-Akademie für die neuen Partner Aus- und Fortbildungsangebote im journalistischen und technischen Bereich anbieten. [rh]
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