
Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat zur Eröffnung des 60. Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm bessere Sendezeiten für Dokumentarfilme gefordert.
„Gerade heute, im Zeitalter digitaler Informationsfluten, brauchen wir den Dokumentarfilm mit seiner aufwendigen Recherche, seiner Erzählkunst und den atmosphärisch starken Bildern mehr denn je“, sagte die CDU-Politikerin am Montagabend. Die öffentlich-rechtlichen Sender müssten dem Genre mehr Raum zu zuschauerfreundlichen Sendezeiten einräumen.
Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) verwies auf das diesjährige Motto „Nach der Angst“ und das Jahr des ersten Dok-Festivals 1955, in dem sowohl die Bundeswehr wie auch der Warschauer Pakt gegründet wurden. „Wir können diese beiden Wegmarken in Bezug setzen, wir können uns der gegenwärtigen Weltkrisen besinnen, der Kriegsflüchtlinge, des Klimawandels, des Rückfalls in längst überholten Nationalismus, und uns fragen, wie zuversichtlich wir sein können, diese Ängste irgendwann überwinden zu können.“
Das Dok Leipzig hat mit dem Eröffnungsfilm „Betrug“ begonnen. Bis zum 5. November sind in den verschiedenen Programmen und Wettbewerben des Festivals 340 Filme zu sehen, wie die Veranstalter mitteilten. Sie wurden aus 2828 Einreichungen ausgewählt. [dpa]
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