
Frankfurt/M. – Die ARD-Werbung Sales & Services (AS&S) hat die Forderungen der privaten Lobby-Verbände nach Werbeverboten bei den öffentlich-rechtlichen Sendern zurückgewiesen.
Würden die öffentlich-rechtlichen Sender die Vermarktung einschränken oder ganz darauf verzichten, wäre eine Gebührenerhöhung von 1,42 Euro erforderlich, rechnet der Vermarkter in einer Mitteilung vor. Zudem würde der Erwerb von Sportrechten gefährdet. Die privaten Anbieter in TV, Hörfunk und Internet hätten im Gegensatz zu ARD und ZDF mit ihren reglementierten Angeboten nahezu uneingeschränkte Vermarktungsmöglichkeiten.
Ebenso bedenklich seien die Forderungen des Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) an die ARD aus der Radiowerbung auszusteigen.Ein solches Werbeverbot bei den ARD-Wellen könnte für den gesamten Hörfunk ein Abwandern der Werbeindustrie in andere Mediengattungen zur Folge haben.
Der VPRT hatte in den vergangenen Wochen mehrfach den Ausstieg der ARD aus der Radiowerbung gefordert (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). [cg]
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