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Zum wiederholten Male äußern sich ARD, ZDF und Deutschlandradio kritisch zur „Bild“-Berichterstattung zum neuen Rundfunkbeitrag. Diese sei grob irreführend und manipulativ.
In ihrer Donnerstagsausgabe hatte die „Bild“ über ein angebliches Abbuchungschaos bei der Gebührenerhebung zum neuen Rundfunkbeitrag berichtet und dabei eine handvoll Einzelbeispiele als Quelle angeführt, wonach Betroffenen der fällige Beitrag für die Rundfunkgebühren nicht mehr wie bisher zur Mitte des Quartals, sondern bereits Anfang Januar abgebucht worden sei.
Wie ARD, ZDF und Deutschlandradio nun mitteilten, bestehen beim Zahlungsmodus jedoch keine Änderungen. Die unterschiedlichen Abbuchungstermine Anfang und Mitte des Quartals würden sich demnach auf zwei unterschiedliche Konten beziehen, von denen eines privat und ein anderes geschäftlich genutzt würde. Die Abbuchungen würden in beiden Fällen auch 2013 weiterhin so ausgeführt, wie der Beitragszahler es zuvor angegeben hatte.
SWR-Justitiar Hermann Eicher kritisierte die Berichterstattung der Tageszeitung: „Wiederholt berichtet die Bildzeitung grob irreführend und zudem manipulativ über den Rundfunkbeitrag.“ Bereits in den vergangen Tagen hatte die Zeitung mehrfach mit ihrer Berichterstattung zum neuen Rundfunkbeitrag für Aufsehen gesorgt. [ps]
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