
Köln – Zwar stehen Kabel- und DSL-Technologie derzeit im Wettbewerb zueinander, doch wem die Zukunft gehört, will der Kabelnetzbetreiber Versatel bereits heute wissen: DSL hätte angeblich schlechte Karten.
Auch wenn die Deutsche Telekom mit T-Home Entertain den Ausbau des VDSL-Netzes vorantreibt, meinen Kabelnetzbetreiber, dass dieser Technologie nicht die Zukunft gehöre. Größtest Hemmnis sei eine technische Beschränkung von DSL: Je weiter der anzuschließende Haushalt vom Verteiler entfernt ist, desto geringer sei die Bandbreite. Dadurch wäre ein flächendeckender Ausbau mit DSL zu teuer, meinen Kabelnetzbetreiber.
Der zukünftige Wettbewerb finde nach Ansicht von Versatel Telekabel zwischen Kabel und Glasfaser statt. „Wir lösen mit der Kabeltechnologie Probleme, die mit DSL nicht zu lösen sind“, macht Mahinde Abeynaike, Geschäftsführer der Versatel Telekabel, heute auf der Anga Cable Convention im Panel „Kabel und DSL“ Front gegen den unliebsamen Wettbewerber.
Das DSL Lager sieht das gänzlich anders. Beide Lager prallen im Infrastrukturwettbewerb aufeinander. Während Kabel Deutschland und Co. in Sachen Telefonie Boden gut macht, bietet T-Home mit Entertain ein Fernsehangebot, dass hunderttausende Kunden in klassichen Kabelgebieten ködert.
Den Ausgang dieses Wettbewerbs wird nicht die Glaskugel von Versatel, sondern der Kunde bestimmen.
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