Die Verfilmung von Suzanne Collins Romanvorlage „Die Tribute von Panem“ wurde bereits im Vorfeld als neue Kultreihe gefeiert. Nachdem der Film in den USA bereits am Freitag für einen neuen Umsatzrekord gesorgt hat, erklimmen die „Hunger Games“ auch die Spitze der deutschen Kinocharts.
Vom Auftaktwochenende der Tribute Panems (DF-Kinokritik) wurde viel erwartet, doch die Prognosen nach den Donnerstagzahlen haben sich letztlich nicht bewahrheitet. Mit insgesamt 370 000 verkauften Kinokarten legte der Film einen guten aber nicht unbedingt herausragenden Start hin. Dennoch erklimmen die Hungerspiele, in denen sich 24 Teenager gegenseitig in einer Arena umbringen sollen, mit diesem Ergebnis resolut die Spitzenposition der von Media Control ermittelten deutschen Kinocharts.
Bereits nach einer Woche muss sich der Vorwochensieger „Türkisch für Anfänger“ (DF-Kinokritik) nun mit der Silbermedallie zufrieden geben. Die Multikulti-Komödie animierte am vergangenen Wochenende 275 000 Filmfans für einen Besuch im Lichtspielhaus. Damit ist Bora Dagtekins Film auch die erste deutsche Produktion des Jahres, die der Millionen-Marke entgegenstrebt.
Auch für den französischen Überraschungserfolg „Ziemlich beste Freunde“ (DF-Kinokritik) geht es einen Platz hinab. Die Positionierung auf Platz drei wirkt sich aber nicht auf die Beliebtheit des Films aus, im Gegenteil. Mit weiteren 135 000 Zuschauern nähert sich der Film über die Freundschaft zwischen dem querschnittsgelähmten Aristokraten Philippe und seinem vorbestraften Pfleger Driss mittlerweile der 7,5-Millionen-Besucher-Marke. „Ziemlich beste Freunde“ bleibt also weiterhin auf Rekordjagd.
Platz vier sicherte sich am vergangenen Wochenende Disneys Science-Fiction-Abenteuer „John Carter – Zwischen zwei Welten“ (DF-Kinokritik). Mit nur 55 000 Kinobesucher geht die Talfahrt von Disneys Sorgenkind, das schon jetzt als finanzielles Fiasko des Jahres gilt, weiter. Mit 50 000 Besuchern reiht sich „Best Exotic Marigold Hotel“ direkt dahinter auf Platz fünf ein.
Die beiden deutschen Neueinsteiger „Das Haus der Krokodile“ und die Komödie „Was weg is, is weg“ schafften den Sprung in die Top 20 dagegen nicht. Victors Erkundungstour in der unheimlichen Krokodils-Villa verfolgten nach vorläufigen Angaben rund 15 000 Zuschauer. Die Komödie „Was weg is, is weg“, in der ein abgetrennter Unterarm drei zerstrittene Brüder wieder versöhnt, inspirierte insgesammt 14 000 Filmfans trotz des schönen Wetters ins Kino zu gehen.
In den 321 Sälen der Cinemaxx-Kinos zeigt sich ein nahezu identisches Bild. Auch hier waren „Die Tribute von Panem“ die unangefochtene Nummer eins des Wochenendes. Rang zwei eroberte auch in den Cinemax-Kinosälen „Türkisch für Anfänger“ vor „Ziemlich beste Freunde“ und dem Bürgerkrieg auf dem Mars von „John Carter“. Platz fünf konnte sich dagegen aber die Romantik-Komödie „Das gibt Ärger“ mit Reese Witherspoon sichern. [fm]
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