
Es war der große Tag der Spanier. Nicht nur, dass sie die Konkurrenz aus Italien im Finalspiel der Fußball-EM geradezu vorgeführt haben, das Team um Star-Keeper Casillas hat auch Fußball-Geschichte geschrieben, denn erstmals konnte ein EM-Titel erfolgreich verteidigt werden. Ein TV-Quotenrekord war allerdings nicht drin.
Nach dem Aus für Sebastian Schweinsteiger und Co. hat sich die Fußball-Begeisterung der Deutschen zwar etwas gelegt, dennoch dominierte das Finale der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine klar den Sonntagabend. 20,31 Millionen Sportfans ließen sich die Begegnung zwischen Spanien und Italien nicht entgehen und brachten dem ZDF damit einen Marktanteil von 56,2 Prozent ein. Aus der werberelevanten Zielgruppe verfolgten 8,32 Millionen (54,3 Prozent) die herbe Niederlage der Italiener. Mit diesem Ergebniss konnte sich die EM zum Abschluss noch einmal resolut an die Spitze der TV-Quoten setzen, dennoch blieb die Partie deutlich hinter den Halbfinalspielen zurück.
Die Konkurrenz konnte zweifelsfrei vom nachlassenden Fußball-Interesse der deutschen TV-Zuschauer profitieren. Mit der „Tatort“-Wiederholung „Weil sie böse sind“ konnte die ARD ganze 3,72 Millionen Zuschauer ab drei Jahren vor die TV-Bildschirme locken und sich somit eine Sehbeteiligung von 10,4 Prozent sichern. Die Übertragung der Leichtathletik-Europameisterschaft am Nachmittag verfolgten 2,88 Millionen Zuschauer (19,2 Prozent).
Punkten konnte am Sonntagabend auch der Kölner Privatsender RTL. Der Spielfilm „The Quest – Der Fluch des Judaskelch“ begeisterte zur Primetime 2,29 Millionen Zuschauer (6,5 Prozent), davon 1,41 Millionen zwischen 14 und 49 Jahren (9,7 Prozent). In der werberelevanten Zielgruppe konnte sich RTL damit als beste Alternative zum Fußball durchsetzen. Rang drei sicherte sich Jim Carrey als „Der Ja-Sager“ auf ProSieben: 1,29 Millionen aus dem jüngeren Publikum (8,8 Prozent) entschieden sich für die Komödie.
Sat.1 setzte am Sonntag dagegen auf Altbewährtes und schickte seine Ermittler von „Navy CIS“ ins Rennen um die Gunst der Zuschauer. Mit 2,19 Millionen Zuschauern ab drei Jahren (6,4 Prozent) schob sich das Angebot des Privatsenders noch knapp in die Top 20 des Gesamtpublikums.
Update: 2.7.2012, 23.30 Uhr: Name Torwart berichtigt[fm]
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