
Die Chancen, dass der Kölner Privatsender RTL seine moderne Robin-Hood-Variante „Die Trixxer“ in Serie schickt, sind nach schwachen Quoten für den Pilotfilm am Donnerstagabend nachhaltig gesunken.
Lediglich 4,0 Millionen Zuschauer im Gesamtpublikum ab drei Jahren entsprachen für das ambitionierte RTL-Projekt zur Primetime einer schwachen Sehbeteiligung von 12,2 Prozent und damit Rang 3 im abendlichen Quotenkonzert. Auf größeres Interesse stießen Frank Plasbergs zeitgleich ausgestrahlte Show „2011 – Das Quiz“ im Ersten, die mit Werten von 6,38 Millionen und 20,9 Prozent auch den engsten Verfolger, den ZDF-Spielfilm „State Of Play – Der Stand der Dinge“ mit Russell Crowe und Ben Affleck (4,19 Millionen/12,8 Prozent) deutlich deklassierte.
Gut lief es auch für den Privatsender Sat.1, bei dem 3,05 Millionen verspielte Filmfans Johnny Depp bei seinem Abenteuer um „Charlie und die Schokoldadenfabrik“ begleiteten und dem Sender eine Sehbeteiligung von 9,5 Prozent bescherten. Stark nachgefragt war außerdem die Wintersport-Berichterstattung im Ersten. Der Biathlon auf Schalke lockte gegen 18 Uhr 3,37 Millionen (14,5 Prozent) auf die Lopie, die vorangegangene Qualifikation zum Auftaktspringen der Vierschanzentournee immerhin 3,08 Millionen (18,7 Prozent).
Beim jüngeren Publikum lief es für die RTL-„Trixxer“ ein wenig besser. 1,92 Millionen Zuschauer sicherten dem Sender immerhin Rang 2 in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen hinter dem hauseigenen Serien-Dauerbrenner „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (2,38 Millionen/23,5 Prozent). Mit 15,1 Prozent blieb der actionreiche 90-Minüter trotzdem klar unter dem Senderschnitt von 18,5 Prozent.
Neben dem Sat.1-Film (1,83 Millionen/14,5 Prozent) hinterließ auch der „TV total“-Jahresrückblick auf ProSieben mit 1,65 Millionen Zuschauern (13,0 Prozent) eine Duftmarke zur Primetime. Im Gesamtpublikum entschieden sich allerdings nur 2,03 Millionen (6,3 Prozent) für Stefan Raab als Begleiter ihres Fernsehabends. [rh]
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