
Die Einigung bei den Koalitionsverhandlungen von SPD und der Union bescherten den Nachrichten-Formaten gestern Hochkonjunktur. In der Prime-Time gewann dann überraschend der ZDF-Krimi „Nord Nord Mord“ gegen Fußball im Ersten.
Am Tag der Einigung auf eine erneute große Koalition haben die Nachrichtensendungen der großen Sender höhere Einschaltquoten verzeichnet. Im Schnitt 10,13 Millionen, davon 4,80 bei der ARD, sahen die 20-Uhr-„Tagesschau“ im Ersten, den Dritten, 3sat und weiteren ausstrahlenden Sendern, was einem Marktanteil von 33,4 Prozent entsprach und etwa eine halbe Million mehr war als am Vortag.
Die 19-Uhr-„heute“-Sendung verfolgten im ZDF und bei 3sat zusammen 4,83 Millionen (18,3 Prozent), ebenfalls mehr als am Tag davor. Das 20-minütige ZDF spezial („Einigung in Berlin – Union und SPD beschließen Koalitionsvertrag“) ab 19.20 Uhr sahen 3,70 Millionen (13,5 Prozent), den zehnminütigen ARD-„Brennpunkt“ („Neue GroKo, neue Köpfe?“) um 20.15 Uhr dann 4,48 Millionen (14,6 Prozent).
„RTL aktuell“ um 18.45 Uhr schalteten 3,55 Millionen ein (14,4 Prozent), die Sat.1-Nachrichten um 19.55 Uhr 1,28 Millionen (4,3 Prozent) und ProSieben-„Newstime“ um 18 Uhr 0,77 Millionen Zuschauer.
Primetime-Sieger war dann eine Krimiwiederholung: Der Film „Nord Nord Mord: Clüver und die wilde Nacht“ mit Robert Atzorn holte fürs ZDF ab 20.35 Uhr 5,48 Millionen Zuschauer (17,6 Prozent) vor den Bildschirm. Das DFB-Pokal-Viertelfinale FC Schalke 04-VfL Wolfsburg (1:0) ab 20.45 Uhr im Ersten sahen im Schnitt 5,17 Millionen (selber Marktanteil von 17,6 Prozent bei längerer Dauer). [dpa]
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