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Der Privatsender Super RTL startet im kommenden Jahr seinen hochauflösenden Ableger Super RTL HD auf der Astra-Plattform HD Plus. Dann sollen US-Serien wie „Glee“ auch in nativem HD zu sehen sein.
Den Start von Super RTL HD auf der Astra-Plattform HD Plus in 2012 bestätigte Andre Prahl, Verantwortlicher Programmdistribution bei der RTL Group, am Donnerstag auf dem zweiten HD-Plus-Forum in München vor 300 geladenen Gästen aus der TV- und Unterhaltungselektronikbranche. Unter anderem sollen Serien wie der US-Import „Glee“ in nativem HD ausgestrahlt werden. Prahl betonte zudem, nahezu alle Eigenproduktionen des Schwestersenders RTL2 seien im Laufe des Jahres 2011 auf native HD-Produktion umgestellt worden. Als Beispiele nannte er Reality-Formate wie „Die Geissens“ und „exklusiv – die Reportage“.
13 Free-TV-Programme sind mit dem Start von Super RTL HD über die kostenpflichtigen Plattform des Satellitenbetreibers zu empfangen: RTL HD, Sat.1 HD, ProSieben HD, Vox HD, Kabel Eins HD, RTL 2 HD, N24 HD, Tele 5 HD, Sport1 HD, Nickelodeon HD, Comedy Central HD, Super RTL HD und Sixx HD. Zuletzt hatte sich der Filmsender Tele 5 HD der Plattform angeschlossen. Die verschlüsselten Ausstrahlungen sind mit einer jährlichen Servicepauschale von 50 Euro belegt und Kunden müssen mit Restriktion wie der Vorspulsperre und das auf 90 Minuten begrenzte Time-Shifting leben. Der Betreiber argumentiert trotz der Pauschal das Angebot sei „kein Pay-TV“.
Erst am Donnerstagmorgen hatten SES und dessen Tochterunternehmen HD Plus bekannt gegeben, dass insgesamt 305 000 HD-Plus-Kunden sich Ende Oktober 2010 nach der einjährigen Gratisphase für eine weitere Nutzung der HDTV-Plattform der privaten Rundfunkveranstalter entschieden haben. Insgesamt haben 482 000 Kunden zwischen dem Start der SES-Astra-Plattform am 1. November 2009 und dem 31. Oktober 2010 das hochauflösende Programmangebot der Privatsender genutzt, was einer Verlängerungsquote von 63 Prozent entspreche.
Zu den 305 000 HD-Plus-Kunden, die sich für eine Verlängerung des Vertrages trotz der jährlichen Gebühren von 50 Euro entschieden haben, befinden sich derzeit 1,56 Millionen Haushalte in der Gratisphase. Insgesamt erreiche das hochauflösende Programmangebot der Medienkonzerne RTL Gruppe und ProSiebenSat.1 1,865 Millionen Haushalte deutschlandweit. [rh]
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