
Pierre Sanoussi-Bliss gehörte seit Jahren zum festen Ermittlerteam bei der ZDF-Reihe „Der Alte“. Nachdem der Sender ihm 2014 plötzlich mitteilte, dass er für die Rolle nicht länger benötigt werde, zog der Schauspieler jetzt vor Gericht. Doch für den 52-Jährigen stehen die Chancen eher schlecht.
Seit 18 Jahren war Pierre Sanoussi-Bliss fester Bestandteil der ZDF-Krimireihe „Der Alte“. Im November teilte der Sender dem Schauspieler dann aber plötzlich mit, dass er in der Serie nicht mehr gefragt sei. Und auch für seinen Kollegen Markus Böttcher, der seit 28 Jahren für „Der Alte“ vor der Kamera stand, kam das Aus. Wie ein Sprecher der ZDF zu dieser Zeit mitteilte, sei die gefragte Mischung aus älteren und jüngeren Schauspielern nicht mehr gegeben, weswegen man sich von den beiden trennen müsse.
Für Sanoussi-Bliss kam der Rauswurf unerwartet. Auf Facebook postete er unmittelbar nach der schlechten Nachricht, dass er sich „eiskalt abserviert“ fühle. Wie die „Abendzeitung München“ jetzt berichtete, zog er gegen die in seinen Augen ungerechtfertigte Behandlung durch die neue Münchner Produktionsgesellschaft nun vor Gericht. Die Argumentation seines Verteidigers läuft darauf hinaus, dass man einen Schauspieler, der so lange eine wichtige Rolle gespielt hat, nach 18 Jahren nicht einfach so loswerden könne. Mindestens eine Abfindung sei hier gefordert.
Als Problem bei der Verhandlung könnte sich jedoch herausstellen, dass Sanoussi-Bliss zwar zum festen Team der Serie gehörte, seine Verträge jedoch stets befristet waren, weswegen er vor den Augen des Gesetzes letztendlich auch nicht als Festangestellter gilt. Während des ersten Verhandlungstages erfuhr der Schauspieler nun, dass mit ihm auch seine komplette Rolle von der Bildfläche verschwinden soll. An seine Stelle soll eine weibliche Figur treten. [kh]
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