
Wien – Der ORF nutzt die Olympischen Spiele, um ein neues interaktives TV-Projekt zu testen und bietet den Zuschauern die Möglichkeit, selbst ins Geschehen einzugreifen.
„Live Staging of Media Events“ heißt das großangelegte Forschungsprojekte, für dessen bisherige Ergebnisse der ORF ein Forum bieten will, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Am Feldversuch nehmen 500 österreichische Haushalte teil, die dann während der Übertragung per Fernbedienung ins Geschehen eingreifen sollen.
Es stehen vier parallele Sendekanäle zur Verfügung, die aus zwölf Live-Datenströmen gespeist werden und zusätzlich Archivmaterial enthalten. Der Zuschauer soll immer wieder Hinweise von einem Moderator dazu bekommen, was gerade auf anderen Kanälen läuft. Empfindet er das Parallel-Programm als ansprechender, wechselt er einfach. Zusätzlich habe er aber auch die Möglichkeit, jederzeit wichtige Informationen abzurufen, wie den Medaillenspiegel während der Olympischen Spiele.
Das Programmangebot soll durch die Zugriffe der Zuschauer immer wieder verändertund an deren Bedürfnisse angepasst werden. Um dies sicherzustellen, möchte mandie Zuschauer ständig befragen und deren Verhalten aufzeichnen. Ein sogenannter „Videodirigent“, in der Funktion eines Regisseurs, entscheide dann über das weitere Angebot. [mw]
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