Nachdem am Donnerstag der Sieger der ESC-Auswahl kein Sieger sein wollte, wird vor allem in sozialen Netzwerken eine Wiederholung des Vorentscheid gefordert. Der ARD-Verantwortliche Thomas Schreiber sagt dazu aber klar Nein.
Am Donnerstagabend endete die Suche nach einem Kandidaten für den Eurovision Song Contest 2015 in einem Eklat. Der Sieger Andreas Kümmert verkündete am Ende, dem Druck nicht gewachsen zu sein, und verzichtete auf das Ticket nach Wien. Die Zweitplatzierte Ann Sophie, die im Televoting gerade einmal 20 Prozent aller Stimmen erhalten hatte, wurde schließlich zur Siegerin gekürt.
Dieser Stimmenanteil wird in der Netzgemeinde jetzt heftig diskutiert. Mit derart wenig Stimmen könne sie Deutschland nicht beim Eurovision Song Contest vertreten, heißt es in den sozialen Netzwerken. Forderungen nach einer Wiederholung der Kandidatensuche wurden laut.
Nun hat sich Thomas Schreiber, Unterhaltungskoordinator der ARD, dazu geäußert. Eine Wiederholung des ESC-Vorentscheids werde es nicht geben. Für ihn steht fest: „Wir haben ein gültiges Ergebnis und eine würdige Siegerin“, wie er am Sonntag gegenüber der „taz“ erklärte.Außerdem hält er den Organisationsaufwand für zu hoch. Eine Wiederholung ließe sich vor Ende der Woche nicht stemmen und zu diesem Zeitpunkt müssen die Unterlagen für den deutschen Kandidaten in Wien eingegangen sein.
Daher wird am 23. Mai doch Ann Sophie nach Österreich fahren und ihre zweite Chance erhalten. Als deutsche Vertreterin wird sie sich dem Publikum stellen, wenn erneut zur Abstimmung gerufen wird – dieses Mal geht es allerdings um den Titel beim Eurovision Song Contest. [kw]
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