
Am 7. Juni nimmt Thomas Gottschalk bei der ARD seinen Hut. Nur wenige Wochen vor der letzten Ausgabe seiner quotenschwachen Talk-Sendung wird das Konzept der Sendung noch einmal umgeworfen. Gottschalk will nun statt Prominenten unbekannte Gäste in seine Sendung einladen.
Nach einer Best-Of-Ausgabe am 30. April sollen ab dem 2. Mai keine Prominenten in „Gottschalk live“ mehr zu sehen sein, sondern unbekannte Gäste, teilte die Redaktion am Donnerstag via Facebook mit. Insgesamt will Gottschalk bis zur Absetzung der Sendung 66 Menschen ihre Träume erfüllen. Dafür können sich Interessierte bei der Redaktion bewerben. Die Zuschauer sollen dann per Internet- und Telefonvoting darüber entscheiden, welche Person finanziell unterstützt wird.
Die Intendanten der ARD hatten kürzlich beschlossen, die quotenschwache Vorabend-Show „Gottschalk Live“ am 7. Juni letztmalig auszustrahlen. Als Grund nannten sie die schwachen Einschaltquoten. ARD-Intendantin Monika Piel dankte jedoch dem langjährigen“Wetten, dass..?“-Moderator höflich für seine „große Begeisterung, seineKreativität und seine Risikobereitschaft“.
Die Produzentin der abgesetzten ARD-Show „Gottschalk Live“, Ute Biernat,hatte am Mittwoch die Verantwortung für das Scheitern des quotenschwachenVorabend-Formats von sich gewiesen, dem öffentlich-rechtlichen Senderindirekt aber mangelnde Flexibilität vorgeworfen. Es sei die große Aufgabe bei jeder neuen Sendung herauszufinden, was dieLeute vor dem Bildschirm fesselt – „leider ist uns das in diesem Fallnur mäßig gelungen“, zeigte sich die Produzentin aber selbstkritisch. [rh]
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