
Diesmal werden erstmals potenzielle Songs für den ESC gesungen, nachdem sich die Künstler bislang mit eigenen, älteren Liedern oder Coversongs präsentierten.
Dritte Live-Vorentscheid-Show zum deutschen ESC-Beitrag „Chefsache ESC 2025 – Wer singt für Deutschland?“ läuft heute Abend beim Privatsender RTL. Ob eine neue Lena dabei ist? Stefan Raab hat beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest zwei Dutzend Bewerber gesichtet und seine ersten Entscheidungen getroffen. Diese 14 Kandidaten kamen in der vergangenen Woche in zwei Live-Shows des Formats „Chefsache ESC 2025“ eine Runde weiter und damit ins heute stattfindende Halbfinale.
Wie schon in den beiden vorangegangen Sendungen sucht auch im Halbfinale von „Chefsache ESC 2025 – Wer singt für Deutschland?“ wieder die Jury – bestehend aus Stefan Raab, Yvonne Catterfeld und Elton – die aussichtsreichsten Musik-Acts aus. Als zusätzlicher Gast-Juror ist im Halbfinale Max Giesinger dabei. Neun Acts schaffen es dann ins Finale. Diese treten am Samstag, 1. März 2025 ab 20.15 Uhr im Finale gegeneinander an. Die Show, in der dann das Publikum darüber abstimmt, wer für Deutschland in Basel startet, läuft live im Ersten, auf eurovision.de, der ARD Mediathek und auf ONE.

Wer am Ende die Aufgabe übernehmen soll, Deutschlands Pechvogel-Image bei dem Wettbewerb zu tilgen, ist aber noch ziemlich unklar – zum Teil sind vollkommen konträre Stilrichtungen vertreten. Stefan Raab und seine Jury gaben mehreren Musikern ein Halbfinal-Ticket, die direkte Verbindungen nach Großbritannien haben – obwohl die Briten in den vergangenen Jahren auch nicht unbedingt als Dauergewinner beim ESC galten. Speziell von Singer-Songwriter Moss Kena war Raab aber äußerst angetan. Auch wegen dessen Optik.
Ein weiteres Halbfinal-Ticket bekam die britisch-deutsche Indie-Rock-Band The Great Leslie. Ein Musiker in der Band (Malte) ist Deutscher. „Irgendwie super Zusammensetzung. Klingt total nach England“, sagte Raab letzte Woche.

Raab will das Ding gewinnen
Was tief gestapelt klingt, ist das Minimal-Ziel des diesjährigen Vorentscheid-Prozederes: Bitte keine erneute Blamage. In den vergangenen Jahren verlief der Wettbewerb für Deutschland meist desaströs. Seit 2015 hagelte es in großer Dichte letzte oder vorletzte Plätze.
Unter dem Eindruck der mauen Bilanz wurde Raab wieder in den Auswahlprozess integriert, da er als ESC-Spezialist gilt. Die ARD kooperiert mit RTL, dem neuen Heimatsender des Moderators, der von 2015 bis September 2024 in einer längeren Bildschirmpause war. Zwei Shows liefen bereits bei RTL, heute geht es an das Halbfinale. Das Finale läuft am 1. März in der ARD. In den Vorrunden entscheidet allein die Jury, im Finale dann das Publikum.
Bildquelle:
- ESC 2025 Song Contest: © RTL / Eurovision
- Chefsache ESC: © RTL / Raab ENTERTAINMENT / Willi Weber