
Der Traum von der Titelverteidigung ist ausgeträumt: Statt sich souverän ins Finale der Champions League zu schießen, hat sich der FC Bayern am Dienstagabend von Real Madrid im hohen Bogen aus dem Turnier werfen lassen. Das ZDF konnte trotzdem Jubeln.
Es sollte am Ende einfach nicht sein: Nachdem der FC Bayern bereits im Hinspiel gegen die Konkurrenz von Real Madrid den Kürzeren gezogen hatte, konnten sie das Blatt auch im zweiten Halbfinal-Spiel nicht wenden. Im Gegenteil: Mit einer 0:4-Niederlage gegen Ronaldo und Co. haben sie eine regelrechte Klatsche kassiert, die sie kurz vor dem Finale aus der Champions League befördert hat. Doch zumindest das übertragende ZDF hatte am Dienstagabend Grund zur Freude, denn mit 12,06 Millionen Fußball-Fans vor den TV-Bildschirmen konnten sich die Mainzer über einen neuen Bestwert für die aktuelle Saison freuen. Die Sehbeteiligung lag bei starken 38,1 Prozent. Auch in der Zielgruppe war das Interesse mit 34,5 Prozent bei 4,28 Millionen Interessenten hoch. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Da mit dem FC Bayern nun das letzte deutsche Team ausgeschieden ist, sind für das Finale keine Top-Quoten mehr zu erwarten.
Nach König Fußball kam wie üblich lange nichts, ehe sich dann mit deutlichem Abstand langsam die Konkurrenz einreihen konnte. Die meisten Zuschauer konnten dabei noch die ARD-Serien für sich verbuchen, die sich den zweiten Rang am Dienstag holten. Die Nonnen aus „Um Himmels Willen“ kamen dabei auf 5,14 Millionen Zuschauer ab drei Jahren und 16,4 Prozent. „In aller Freundschaft“ wusste sich ebenfalls zu behaupten. 4,65 Millionen Fans schalteten ein, der Marktanteil lag bei 13,8 Prozent.
Beim jüngeren Publikum waren fernab des runden Leders vor allem die Krimi-Serien von RTL gefragt. „CSI: Vegas“ erhielt dabei mit 1,26 Millionen Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren noch den größten Zuspruch, der Marktanteil lag bei 11,0 Prozent. „The Blacklist“ landete mit 1,25 Millionen und 9,6 Prozent knapp dahinter. Insgesamt kamen die beiden US-Formate nicht über 2,49 Millionen („CSI“) und 2,43 Millionen („Blacklist“) Interessenten hinaus.
Keinen guten Tag hatte ProSieben. Mit 0,91 Millionen Zuschauern aus der Zielgruppe und 8,6 Prozent holte „Two and a Half Men“ den besten Wert des Abends. Bei der zweiten Episode waren im Anschluss dann schon nur noch 0,80 Millionen Fans dabei, die Quote sank auf 6,5 Prozent. Der Schwestersender Sat.1 versuchte sich dagegen an dem Spielfilm „Kann denn Liebe Sünde sein“ und schob sich damit bei den Werberelevanten immerhin ins Mittelfeld. 0,90 Millionen Zuschauer machten dem Spielfilm ihre Aufwartung, die Quote lag bei 7,4 Prozent.
Vox schickte dagegen die zweite Folge von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ an den Start. In direkter Konkurrenz zu König Fußball kam die Show aber nur auf 7,1 Prozent Sehbeteiligung bei 0,87 Millionen Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren. RTL2 erreichte mit einer neuen Folge von „Zuhause im Glück“ immerhin 0,83 Millionen Werberelevante und 6,8 Prozent. [fm]
Bildquelle:
- Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com