
Der Sportmoderator Waldemar Hartmann wettert gegen die ARD, denn er habe sich mit dem Ersten nicht auf eine Fortsetzung seiner Sendung „Waldis Club“ einigen können.
„Ich habe meine Entscheidung getroffen: Die Sendung ‚Waldis Club‘ wird es im Ersten nicht mehr geben. Ich nehme das Angebot der ARD nicht an“, erzählte der als „Duz-Maschine“ berüchtigte Sportmoderator dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“.
Die ARD habe seinen Vertrag für die Sendung nur um ein Jahr verlängern wollen statt wie bisher um zwei, so Hartmann. Dabei habe er während der Fußball-Europameisterschaft „regelmäßig drei Millionen Menschen“ vor dem Fernseher versammelt. „Da wäre es doch normal gewesen, dass ich von den Verantwortlichen des Ersten wenigstens eine SMS oder ein Fleißkärtchen mit zwei Zeilen bekomme.“
Vor allem von WDR-Sportchef Steffen Simon fühlt Hartmann sich schlecht behandelt: „Üblich ist es, dass der Kommentator in der 80. Spielminute ordentlich Werbung macht für ‚Waldis Club‘ im Anschluss. An dem Abend, an dem er im Einsatz war, hatte ich Spitzengäste: Anne Will, den künftigen ‚Tatort‘-Kommissar Til Schweiger und Fredi Bobic. Die hätte man groß anpreisen können. Steffen Simon sagte stattdessen einfach: 23.30 Uhr, ‚Waldis Club‘.“
Simon und er seien „noch nie die besten Freunde“ gewesen, so Hartmann zum Spiegel. Es sei jedoch „bizarr, dass er ein Format der ARD so beschädigt“. Als Boxkommentator will Hartmann dem Ersten vorerst erhalten bleiben. Die Erfahrungen mit der ARD will Hartmann in seinen Memoiren verarbeiten.
[fp]
Bildquelle:
- Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com