
Heute startet in der Arte-Mediathek eine brandneue Dokumentation über den stilprägenden Sci-Fi-Horror-Klassiker „Alien“ mit frischem Blick hinter die Kulissen.
Mit „Alien: Romulus“ startete im Sommer 2024 der neueste Ableger der Saga in den Kinos. Regisseur Fede Álvarez hielt sich zumindest stilistisch sehr getreu an das Design des Originals, auch wenn sein Film diverse Schwächen hat. Seinerzeit, im Jahr 1979, schockte der erste „Alien“-Film das Publikum auf ungeanhnte Weise. Viele Besucher hielten sich im Kino angewidert die Augen zu, stürmten mitten in der Vorstellung aus dem Saal oder verstopften die Lautsprecher mit ihren Jacken, um den markerschütternden Sound zu dämpfen. Für 20th Century Fox war das ein hoch profitbaler Blockbuster, wie er im Buche steht. Kein Wunder, dass die Reihe bis heute am Leben ist.
Die „Alien“-Doku hat neue Interviews im Gepäck

Die brandneue Dokumentation „Alien, Meisterwerk aus dem Weltraum“ nimmt das Kultphänomen genauer unter die Lupe. Dabei wird ausführlich die Entstehungsgeschichte des Originalfilms beleuchtet, von Regisseur Ridley Scott über den legendären Designer und Künstler HR Giger bis hin zu Drehbuchautor Dan O’Bannon, auf dessen Ideen auch der legendäre „Dark Star“-Kultstreifen (1974) beruht.
Auch Sigourney Weaver, die mit „Alien“ als die erste weibliche Action-Heldin in die Geschichte einging, bekommt hier einen Ehrenplatz. Zwar konnten die Doku-Macher weder Ridley Scott noch Weaver für ein neues Interview vor die Kamera holen, dafür gelang ihnen das mit Veronica Cartwright (Joan Lambert) und Tom Skerritt (Captain Dallas Coblenz) bei zwei Darstellern des ersten „Alien“-Films sowie auch beim französischen Regisseur Jean-Pierre Jeunet, der den vierten Teil „Alien – Die Wiedergeburt“ realisierte.
Circa einen Monat online

„Alien, Meisterwerk aus dem Weltraum“ ist ab heute noch bis zum 29. März in der Arte-Mediathek abrufbar. Die Erstaustrahlung im linearen TV erfolgt am 28. Februar um 22.40 Uhr. Mit ihren knapp 55 Minuten Laufzeit kratzt die Doku bei so einigen Aspekten nur sehr grob an der Oberfläche. Das fällt besonders im letzten Drittel auf, wo die restlichen Teile der „Alien“-Filmreihe quasi der Vollständigkeit halber bis zu „Romulus“ dann doch etwas arg rasch abgehandelt werden. Dafür fangen die Macher die besondere Strahlkraft, mit welcher der erste „Alien“-Film Ende der 1970er das Kinopublikum weltweit in seinen Bann zog, sehr gut ein.