Die Reise des europäischen Raumtransporters „Johannes Kepler“ ist endgültig zu Ende. Nach knapp vier Monaten an der Internationalen Raumstation ISS wurde das unbemannte Versorgungsschiff am Dienstagabend kontrolliert zum Absturz gebracht.
Wie geplant tauchte „Johannes Kepler“ in die Erdatmosphäre und verglühte fast vollständig. Die restlichen Trümmer stürzten gegen 23 Uhr MESZ in den Südpazifik. „Rest in Peace“ (Ruhe in Frieden), kommentierten Mitarbeiter der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA in ihrem Blog im Internet.
Der europäische Raumtransporter vom Typ ATV war Mitte Februar mit einer Ariane-5-Rakete vom Weltraumbahnhof Kourou ins All geflogen. Voll automatisch dockte der Frachter anschließend an der Internationalen Raumstation ISS an.
Insgesamt brachte der Transporter mehr als sieben Tonnen Lebensmittel, Ausrüstung und Forschungsinstrumente ins All. Am Ende der rund 450 Millionen Euro teuren Mission wurde aus dem Frachter ein Müllschlucker: Die ISS-Besatzung belud das zehn Meter lange Raumschiff vor dem kontrollierten Absturz mit Abfällen. [dpa/ar]
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