
München – Rund drei Prozent der Haushalte in Bayern verfügen inzwischen über ein digitales Radioempfangsgerät. Damit hat sich die Anzahl der DAB (Digital Audio Broadband)-Empfangsgeräte rund verdreifacht.
2,2 Prozent der Haushalte empfangen dabei digitale Hörfunkprogramme über ein DAB-Empfangsgerät sowie 1,1 Prozent der Haushalte über ein W-LAN-Internetradioempfangsgerät.
Damit hat sich die Anzahl der Haushalte, die über digitale Radioempfangsgeräte verfügen, binnen einen Jahres verdoppelt. Die Anzahl der DAB-Empfangsgeräte hat sich sogar nahezu verdreifacht von 58 000 (2008) auf 152 000 in diesem Jahr. Der Anteil der W-LAN-Internetradioempfangsgeräte stieg von 33 000 (2008) auf 74 000 in diesem Jahr.
Dies sind die Ergebnisse einer Sondererhebung im Rahmen der Funkanalyse Bayern, die im Auftrag der Bayerischen Landezentrale für neue Medien (BLM) und den lokalen/regionalen bayerischen Rundfunkanbietern von TNS Infratest Media Research durchgeführt wurde. Die repräsentativen Daten für die Radiogeräteausstattung wurden bei 4 000 Personen ab 14 Jahren telefonisch-computergestützt (CATI) erhoben.
„Die Ergebnisse zeigen, dass auch im Hörfunk das digitale Zeitalter begonnen hat und die Hörer zunehmend das vielfältige Angebot digitaler Programme nutzen möchten“, so die BLM. Während die Hörer im Internet auf hunderte Programme zugreifen könnten, sei das Angebot bei Digital Radio noch beschränkt auf rund 25 private und öffentlich-rechtliche Programme in Bayern.
Der Vorteil bei Digital Radio sei allerdings die einfache terrestrische Empfangsmöglichkeit auch im Auto. Außerdem habe sich das DAB-Programmangebot in Bayern in den vergangenen zwölf Monaten deutlich verbessert, so dass für viele Hörer in Bayern erstmals der Mehrwert erkennbar sei. Dagegen seien im übrigen Bundesgebiet insbesondere die privaten Programme stark reduziert worden.
Dominierend beim Radio-Empfang auch in Bayern sei aber nach wie vor der UKW-Empfang, über den rund 96 Prozent der Haushalte verfügen. Immerhin 24,368 Millionen UKW-Empfangsgeräte befinden sich dabei in den Haushalten in Betrieb. Dies sind vier bis fünf Geräte pro Haushalt.
Der größte Anteil fällt dabei auf 6,5 Millionen stationäre Geräte. Danach folgen 5,7 Millionen Autoradios sowie 4,9 Millionen tragbare Geräte und 3,8 Millionen Radiowecker. Darüber hinaus gibt es bereits 2,3 Millionen Handys mit Radiofunktion sowie 0,9 Millionen MP3-Player mit Radiofunktion in bayerischen Haushalten. [ar]
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