Hintergründe zu Abschaltung bei Antenne DE

0
1376
dab+, dab plus logo, slogen; © dabplus.de
© dabplus.de

Gewöhnlich hört man, dass DAB+-Sendernetze weiter ausgebaut werden. Dass aber auch mal ein Standort abgeschaltet werden kann, ist da schon etwas extrem seltenes. Und genau das passiert demnächst im Sendernetz des zweiten bundesweiten DAB+-Multplexes Antenne DE.

Welcher Senderstandort ist betroffen?

Der von der Abschaltung betroffene Senderstandort des Netzes von Antenne DE genoss von Beginn an eine Sonderstellung. Denn er wurde auf Betreiben des in der Unterhaltungselektronik tätigen Unternehmens Technisat eingeschaltet, damit das Angebot des zweiten deutschen Bundesmuxes auch in der Firmenzentrale des Unternehmens verfügbar ist. Diese befindet sich in Rheinland-Pfalz, konkret in Daun in der Eifel.

Wie kam es zu diesem Standort?

Um das Paket von Antenne DE auf Kanal 9B ausstrahlen zu können, hatte Technisat extra vom SWR den Sendemast auf dem Firmerichberg abgekauft und auch die gesamte Sendetechnik am Standort finanziert. Betrieben wurde der Standort Daun von der Media Broadcast. Genau genommen hatte es sich bei der Anlage Daun um einen Senderstandort gehandelt, der von Antenne DE nicht geplant war. Ohne die Initiative von Technisat hätte es ihn wohl nie gegeben.

Wie groß ist die Auswirkung seiner Stilllegung?

Beim Sender Daun handelt es sich nur um eine kleine Anlage mit einer Leistung von 0,5 kW ERP. Sie hat damit eher den Charakter eines Füllsenders, der nur in einem begrenzten Gebiet für eine merkliche Empfangsverbesserung beiträgt. Wer noch versuchen möchte, den Standort Daun/Firmerichberg auf Kanal 9B zu empfangen, kann sich an dessen TII-Code 5304 orientieren.

Was geschieht mit dem Standort?

Offensichtlich soll der Standort Daun/Firmerichberg ab Sommer diesen Jahres für Testausstrahlungen für ein neues Lokalradio zum Einsatz kommen. Dieses soll auf UKW ausgestrahlt werden. Weitere Details dazu sind noch nicht bekannt.

Kommt Antenne DE nach Daun zurück?

Ob oder wann Antenne DE in der Region Daun wieder einen Sender für den zweiten Bundesmux in Betrieb nehmen wird, ist ebenfalls nicht bekannt. Damit eine Aufschaltung auch großflächigere Wirkung zeigt, wäre dafür ein größerer Senderstandort, wie jener des SWR auf dem Scharteberg, wohl deutlich besser geeignet. Von dort kommen bereits der erste deutsche Bundesmux auf Kanal 5C und das SWR-Paket auf Kanal 11A für Rheinland-Pfalz mit je 4 kW ERP.

Auch interessant:

Bildquelle:

  • dabplus1: © dabplus.de
0 Kommentare im Forum
Alle Kommentare 0 im Forum anzeigen

Kommentieren Sie den Artikel im Forum