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Hannover – Mit Betroffenheit und Unverständnis hat die Initiative Marketing Digital Radio (IMDR) auf die Streichung der von der ARD gewünschten 140 Millionen Euro für den digitalen Radiostandard DAB reagiert.
Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF), welche die angemeldeten Ausgabenwünsche der ARD prüft, hatte die beantragten Gelder um 90 Prozent gekürzt und ein neues Entwicklungskonzept in Aussicht gestellt.
Der IMDR geht hingegen weiter davon aus, dass sich der digitale Radiostandard DAB letztlich durchsetzen wird. So sei die Digitalisierung des Hörfunks nicht aufzuhalten, wäre aber ohne den öffentlich-rechtlichen Hörfunk deutlich erschwert.
Dabei beruft sich der IMDR auf die aus der Internationalen Funkverwaltungskonferenz (RRC-06) zusätzlich erhaltenen Frequenzen. Weiterhin hatte man bereits für den Herbst 2009 gemeinsam mit den privaten Radioveranstaltern die Einführung einer DAB-Weiterentwicklung vereinbart.
Jetzt warnt der IMDR vor einem Durcheinander bei der Entwicklung des digitalen Radios in Deutschland. Gleichzeitig zweifelten die Mitglieder an, dass das Verfahren zur Entstehung der KEF-Empfehlungen für technologiepolitische Grundsatzentscheidungen geeignet ist. [lf]
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