
München – Kabel Deutschland darf aufgrund eines andauernden Streits wohl nicht für den möglicherweise zum Verkauf stehenden Wettbewerber Tele Columbus mitbieten.
Solange ein Streit um den Kaufpreis einer Transaktion aus dem vergangenen Jahr nicht beendet sei, dürfe KDG kein Gebot abgeben, berichtet die Nachrichtenagentur „Dow Jones Newswires“ und bezieht sich dabei auf Insider-Informationen.
Es sei möglich, dass Tele Columbus vor einer Einigung im Streit verkauft sei, da es auch andere Interessenten gebe. Tele Columbus war aus der Fusion einiger kleinerer Kabelnetzbetreiber entstanden und umfasse drei Millionen Kunden, vor allem in Ostdeutschland. Der Unternehmenswert liege bei 800 Millionen Euro – die Verbindlichkeiten bei 950 Millionen Euro.
Im September hatte der Tele-Columbus-Eigentümer Escaline die Bank Citigroup damit beauftragt, bei der Suche nach neuem Kapital oder einem Investor zu helfen (DF berichtete). [mth]
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