
Für den KDG Kunden bleibt alles wie gehabt: Der Receiver bleibt beim Kunden, die Karte bleibt die selbe.
Neu ist: Künftige, interaktive Dienste, die derzeit noch nicht einmal eingeführt sind, sollen auf einem NDS-System basieren. Es könnte dabei unter anderem um einen Video-On-Demand-Dienst gehen. Kabel Deutschland hatte dazu bereits mehrfach Anbieter zum Pitch gebeten.
Während preislich ein Middlewarelieferant auf MHP-Basis vorn lag, entschied man sich in München nach langem Hin und Her bereits vor einigen Wochen für NDS. Die Verschlüsselung des Kabel Digital-Paketes wird dagegen weiterhin in Nagravision erfolgen, insofern ändert sich für Interaktivitätsmuffel gar nichts.
Die KDG verfügt jedoch nach DF-Informationen bereits seit 2008 ebenfalls über einen CA-Vertrag mit NDS, der zur Zeit jedoch noch nicht aktiv genutzt wird. Das könnte sich im Herbst dieses Jahres ändern, wo dann, ähnlich dem Premiere-Modell Nagravision und NDS als CA-Systeme koexistieren würden. Den Nagra-Vertrag hatte die Kabel Deutschland erst vor rund einem Jahr weiter verlängert. Ein kompletter Ersatz von Nagravision ist angesichts laufender Kartellverfahren gegen Kabel Deutschland und andere Netzbetreiber unwahrscheinlich.
Die KDG-Unternehmenskommunikation ist seit Veröffentlichung der heutigen Pressemeldung, die man durchaus missverständlich auch in Bezug auf das Verschlüsselungssystem interpretieren kann, auf Tauchstation: „Hier ist der Anrufbeantworter der Unternehmenskommunikation der Kabel Deutschland“ schallt dem interessierten Journalisten entgegen. Wir haben natürlich den Kollegen Anrufbeantworter um Rückruf gebeten und informieren an dieser Stelle gerne weiter. [fp]
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