
Lissabon – Die FTTH-Konferenz hat Zahlen über die Verbreitung von Glasfaseranschlüssen in Europa vorgelegt. Neuer Spitzenreiter in Europa ist Litauen.
Der FTTH-Council, die Branchenvereinigung von rund 130 Ausrüstern optischer Netzwerktechnik, hat in Lissabon neue Zahlen zur Verbreitung von Glasfaseranschlüssen in Europa vorgelegt. Die Abkürzung FTTH steht dabei für „Fibre To The Home“, also einen Glasfaseranschluss bis zur Wohnung.
Neuer Spitzenreiter in Europa ist Litauen, wo 18 Prozent der Haushalte direkt (FTTH) oder über einen Gebäudeanschluss (FTTB) ans Glasfasernetz angeschlossen sind. Auf den weiteren Plätzen folgen Schweden, Norwegen, Slowenien und Estland. Die europaweiten Zahlen berücksichtigen nur dieFTTH- und FTTB-Anschlüsse. VDSL-Anschlüsse, bei denen das Glasfaserkabel nur bis zu einem Verteiler auf der Straße geht, gehen in die Statistik nicht ein. Daher taucht Deutschland in der FTTH-Studie erst gar nicht auf.
Neu auf die Liste gekommen sind Frankreich und Portugal. Die französische Regierung hat 2009 ein Milliardenprogramm zum Ausbau der Breitbandinfrastruktur im ländlichen Raum aufgelegt. Auch in Portugal wird der Ausbau staatlich subventioniert. Portugals Regierungschef Socrates sagte auf der Konferenz, das Ziel seiner Regierung sei eine hundertprozentige Abdeckung der Haushalte mit einem Glasfaseranschluss. [mw]
Bildquelle:
- Empfang_Kabel_Artikelbild: © soupstock - Fotolia.com