Österreich: Studie soll Streit über freie TV-Frequenzen klären

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Bild: © JuergenL - Fotolia.com
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Wien – Auch in Österreich werden künftig durch die Umstellung auf Digital-TV freiwerdende Fernsehfrequenzen versteiert, doch wer soll die „Digitale Dividende“ bekommen?

Seit Monaten streiten der ORF, Handynetzbetreiber und Kabel-TV-Anbieter um die freiwerdenden Frequenzen. ORF und Kabelbetreiber reklamieren einen Eigenbedarf an den Frequenzen und warnen vor Störungen von Funkmikrofonen bei Großevents. Die Mobilfunker versprechen einen raschen Breitband-Internetausbau in ländlichen Gebieten.
 
Die Regierung ist sich uneins, denn die SPÖ will abwarten und die ÖVP eine rasche Vergabe an die Mobilfunker. Diese versprechen dafür Versteigerungseinnahmen für den Staat. Nun hat die Telekomregulierungsbehörde RTR reagiert und eine Studie in Auftrag gegeben, die bis Ende März 2010 „die Nutzungsmöglichkeiten für die ‚Digitale Dividende‘ in Österreich aus volkswirtschaftlicher Sicht bewerten und Handlungsempfehlungen für die politischen Entscheidungsträger entwickeln soll“.
 
Wesentlicher Bestandteil der Studie werden Interviews mit betroffenen Marktteilnehmern aus dem Rundfunk- und Telekommunikationssektor sein, teilte die RTR am Dienstag in einer Aussendung mit. Auch in Deutschland steht die „Digitale Dividende“ in der Kritik. Alle DVB-T- und Kabel-Haushalte könnten von Bild- und Tonstörungen betroffen sein, die durch Einstrahlungen von Basisstationen und Mobilfunkgeräten in dem zu versteigernden Frequenzbereich der Fernsehkanäle 61 – 69 entstehen, berichtete die TV Plattform im November. [fp]

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1 Kommentare im Forum
  1. AW: Österreich: Studie soll Streit über freie TV-Frequenzen klären Versteiert? Heißt das, die gehen an die Steiermark?
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