
Der öffentlich-rechtliche TV-Sender 3sat kann in Österreich nicht durchgehend via DVB-T senden, weil für einige Sendungen keine entsprechenden Ausstrahlungsrechte erworben wurden.
Wie die österreichische Tageszeitung „Standard“ am Freitag berichtete, seien seit Abschaltung des Analogfernsehens in digitalen TV-Haushalten fünf Filme auf 3sat ausgefallen.
Dahinter stecke ein „unlösbares Problem“, bedauert der ORF im Standard. Der Kooperationssender 3sat erwirbt die Ausstrahlungsrechte für Deutschland, aber nicht für seit Oktober terrestrisch zu empfangende Programme in Österreich.
Im Hintergrund tobt ein heimlicher Machtkampf zwischen Filmhändlern und 3sat: Die Rechteinhaber wollen den Verkaufspreis für zusätzliche terrestrische Ausstrahlungsrechte in die Höhe treiben.
Man lasse sich von den Filmhändlern nicht erpressen, sagt 3sat-Koordinator Daniel Fiedler auf Anfrage des Standard. Die gegenwärtige Situation beziehe sich nur auf bestehende Lizenzverträge. In Zukunft erwerbe man automatisch terrestrische Rechte mit. Bis dahin wird es weiter via DVB-T zu Einschränkungen kommen. [fp]
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