
Die gelbe Familie aus Springfield wird auch in den kommenden Jahren im Fernsehen zu sehen sein. Fox hat nun gleich mehrere Animationsserien verlängert.
Noch-Bundeskanzler Olaf Scholz sprach vor einigen Jahren von einem Doppel-Wumms – um in diesem Sprachbild zu bleiben: Fox hat nun den Vierfach-Wumms im Quadrat vollzogen. Fox und Disney Television Studios haben Einigkeit über die gigantische Zahl von 16 Staffeln von animierten Serien erzielt. Konkret geht es darum, dass vier sehr bekannte Formate des Senders um vier Staffeln verlängert werden und somit bis einschließlich der TV-Saison 2028/2029 im Programm bleiben. Dabei handelt es sich um „American Dad“, „Bobs Burgers“, „Family Guy“ und auch um „Die Simpsons“. „American Dad“, das jüngst von TBS beendet wurde, kehrt bekanntermaßen nun zu seiner ursprünglichen Heimat Fox zurück – und das für richtig lange Zeit. Und auch „Die Simpsons“ bleiben also ein Fox-Format. Das war lange nicht ganz klar, da auch Disney+ ein Auge auf die gelbe Familie geworfen hatte.
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Um den Deal zu verstehen, muss man wissen, dass Disney vor einiger Zeit einige Bereiche des Fox-Imperiums übernommen hat, etwa auch jenes Studio, das seit vielen Jahren „Die Simpsons“ produziert. Fox lässt sich die gelbe Familie nun quasi von der Konkurrenz zuliefern. Geklärt ist auch, dass die weltweiten exklusiven Streaming-Rechte aller vier Serien bei Disney+ und Hulu liegen werden. Jede der kommenden Staffeln soll nach US-Medienberichten aus 15 neuen Folgen bestehen. Das ist der kleine Haken: Bis dato war meist eine Zahl von 22 Stück pro Jahr üblich, hier also hat man sich nun auf eine Reduzierung geeinigt. Das Magazin „Deadline“ schreibt darüber hinaus, dass Hulu von „Family Guy“ und Disney+ von „The Simpsons“ weiterhin Specials bestellen darf – die dann auf die Zahl der jährlich 15 Folgen noch oben drauf kommen.
In Deutschland sind vor allem „Die Simpsons“ einem großen Publikum bekannt. Groß geworden bei ProSieben, stehen die Folgen nun auch bei Disney+ zur Verfügung. Auch deshalb könnte es passieren, dass sie bei ProSieben bald ihren angestammten Vorabend-Slot verlieren – und dort Platz machen müssen für eine neue Daily-Soap. Das hat der Sender bis dato aber noch nicht bestätigt. Klar ist: „Die Simpsons“ bleiben eine in Deutschland eng mit ProSieben verbundene Marke und auch deshalb wird man es dort sicher gerne hören, dass bis zum Ende des Jahrzehnts mit dem Programm geplant werden kann. Die anderen drei Serien finden sich linear eher in der Nische wieder – bei Comedy Central.
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