
Dem ZDF steht gerade Ärger ins Haus. Eine „Frontal 21“-Reporterin verklagt die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt wegen ungleicher Bezahlung von Mann und Frau. Sie verdient beim ZDF deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen.
Gleichstellung ist auch Thema beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen – nicht nur innerhalb der Berichterstattung, sondern auch innerhalb der Sendeanstalten. Denn eine Mitarbeiterin des ZDF verklagt den Kanal nun wegen ungleicher Bezahlung von Mann und Frau, wie die „Berliner Zeitung“ am Donnerstag berichtet. Eine Anschuldigung, die bisher in der Geschichte des ZDF einmalig ist.
Dem Blatt zufolge soll die „Frontal 21“-Reporterin Birte Meier das ZDF verklagen, weil sie schlechter bezahlt wird als ihre männlichen Kollegen. Die Differenzen zwischen den Verdiensten sollen erheblich sein. So soll Meier brutto weniger verdienen, als ein männlicher Kollege netto erhielt. Weil eine gütliche Einigung mit dem ZDF nicht gelang, entschied sich Meier, gegen ihren Arbeitgeber vor Gericht zu ziehen. Meiers Anwalt bezieht sich laut der „Berliner Zeitung“ neben dem deutschen Antidiskriminierungsgesetz auch auf das Europarecht. [kw]
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